Wer ist StormChaser Holstein?

Mein Name ist Niklas Meyer, ich bin am 10. März 2000 in Hamburg geboren, 2010 nach Lübeck und 2016 nach Ratzeburg umgezogen. Zurzeit besuche ich das berufliche Gymnasium der Emil-Possehl-Schule in Lübeck und strebe dort das Abitur 2019 an.

Mich fasziniert das Wetter mit all seinen Begleiterscheinungen seit meiner früheren Kindheit. Besonders ein prägendes Wettereignis im Jahr 2010 - ein Tornado in meinem Stadtteil - war mitverantwortlich für mein jetziges, intensives Interesse an diesem Themengebiet. Später folgten u.a. der Orkan "Christian" (2013) und die Tornadolage am 05. Mai 2015 als einschneidende Erlebnisse. Anfänglich faszinierten mich besonders tropische Wirbelstürme und auch geophysikalische Ereignisse wie Erdbeben und Vulkane. In den letzten Jahren liegt mein Interessenschwerpunkt eher auf lokalen Wettereignissen wie Downbursts und Tornados.  

   

Das Schönste am Wetter ist für mich, dass es in seinen physikalischen Vorgängen zwar immer perfekt und erklärbar ist, in der Praxis dann aber doch chaotisch, undurchschaubar und überwältigend sein kann. Seitdem ich im Alter von neun Jahren erstmals durch ein YouTube-Video über Tornados von der Kraft des Wetters fasziniert wurde, ist ein knappes Jahrzehnt vergangen, in dem ich durch das Erstellen von Tornado-Schadensanalysen, dem Teilnehmen am Extremwetterkongress 2014 in Hamburg und insgesamt seit 2012 über 30 StormChasings einiges an persönlicher und fachlicher Erfahrung gewonnen habe. Nachdem ich anfänglich von der Urgewalt und der Mystik - als Kind mag man gesagt haben "dem Zauber" - des Wetters fasziniert war, stellt sich mit Abschluss der Schullaufbahn die Frage, wie man in Zukunft seine Hobbys und Interessen mit seiner beruflichen Karriere verbinden möchte bzw. kann. Mir persönlich stellt sich dabei die Frage, ob das Wetter für mich ein freizeitliches Interesse bleiben soll, oder ob ich es zu meinem Beruf machen möchte. Man mag sagen, Beides schließt sich gegenseitig nicht aus, aber die Unabhängigkeit von Terminen - an welche sich das Wetter (und das ist ja das Schöne daran) meist nicht hält - ginge dadurch verloren. So ist es für mich keine einfache Entscheidung, ob ich mein langjähriges Ziel, ein Meteorologie-Studium zu beginnen, auch wirklich so durchziehen möchte. Denn die Befürchtung ist da, dass dadurch das Gefühl der Unabhängigkeit verloren geht - und dass nach vielen Jahren der Nervenkitzel, der vor jeder Gewitter- oder Sturmlage da ist, zu einer Veranwortung wächst, die man als Jemand, der sich das Wetter zum Beruf gemacht hat, automatisch jederzeit mit sich trägt.